Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Picasa / Copyright 2013

Am vergangenen Samstag stellte sich ein breites Bündnis in Pirmasens gegen die rassistischen Übergriffe anfang Juli, organisiert durch Die PARTEI - Pirmasens

Die LINKE.Pirmasens wurde durch Kristian Fink vertreten. Unten könnt ihr seine Rede nachlesen.

_________________________

Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe Antirassistinnen und Antirassisten,

Vor zwei Wochen attackierten Rechte hier in Pirmasens zwei Äthiopier in dem sie diese durch die Fußgängerzone jagten. Wäre diese Menschenverachtende Tat nicht schon schlimm genug, so ergoss sich der Rechtsradikale Mob in den Kommentarspalten der sozialen Medien. Es wird relativiert, sich über die Opfer lustig gemacht und teilweise sogar bejubelt was da geschehen ist.

Wir alle, die wir unseren Samstag Vormittag sicherlich besser zu gestalten wüssten und uns trotzdem hier versammelt haben, finden uns mit diesen Zuständen nicht ab! Und deshalb möchte ich mich bei jedem und jeder einzelnen hier bedanken.

Diese schreckliche Tat muss uns aber als Antifaschistische Zivilbevölkerung wachrütteln. Wir leben in einer Zeit in der die „das wird man ja wohl noch sagen dürfen-Fraktion“ immer mehr und immer offener zur „das wird man ja wohl noch machen dürfen-Fraktion“ wird. Gerade jetzt ist es wichtig, dass sich über Politische und Gesellschaftliche Grenzen hinweg ein breiter Widerstand gegen diese rassistischen und faschistischen Tendenzen entwickelt, wobei das leider oftmals keine Tendenzen mehr sind.

Und wenn ich mir in diesem Zusammenhang etwas wünschen darf, dann bitte ich darum, dass es sich nicht nur auf Pirmasens beschränkt. Wer wie ich auf dem Land wohnt, der weiß, dass gerade dort die „ewig gestrigen“ schon lange offen Auftreten. Der gesellschaftliche Rassismus ist tief verwurzelt. Widerstand dagegen selten. Wer sich gegen rassistische Sprüche wehrt eckt an und wird komisch angeschaut. Auch die Wahlergebnisse Rechtsradikaler Parteien in so manchem Dorf der Südwestpfalz spiegeln meine Erfahrungen wieder. 
Noch ist es nicht zu spät gegen diese Entwicklungen vorzugehen, aber wir dürfen keine Zeit mehr verschwenden. Lasst es und JETZT angehen. Zeigen wir gelebte Toleranz und Solidarität.
DANKE!

_______________________________